Hallenrad-DM Sulzbach am Main – Die Deutschen Meister sind gekürt

DM-Titel im Hallenradsport in Sulzbach am Main vergeben

An den beiden Tagen der Deutschen Meisterschaften gab es spannende Wettkämpfe, bei der auch der letzte WM-Platz im 1er der Männer vergeben wurde. In der Main-Spessart-Halle von Sulzbach am Main hatte der RV/TV Soden Sulzbach um Cheforganisator Christian König wieder für sehr gute Bedingungen gesorgt. Gegenüber 2024 warteten die Veranstalter mit einigen Neuerungen, wie die Präsentation der Sportler in den beiden Finalveranstaltungen und Verbesserungen im Umfeld der Halle auf. Die wichtigste Nachricht an der DM brachte Marco Rossman (German Cycling) am Freitag-Nachmittag mit nach Sulzbach: „Nach der Absage der Hallenrad-WM in Derby/GB durch den Weltverband UCI vor gut zwei Wochen, kann ich heute mitteilen, dass es in 2026 auch eine Hallenrad-WM geben wird. Diese findet vom 30.10. – 01.11 2026 in der MHP-Arena von Ludwigsburg statt.“ Das wurde von den qualifizierten Sportlern mit Erleichterung entgegengenommen.

Kunstradfahren
Philipp Rapp (RSV Tailfingen) leistete sich im Finale des 1er Kunstradfahrens der Männer keine größeren Fehler und erzielte 210,94 Punkte. Mit mehr als zehn Punkten Vorsprung gewann der Weltmeister vor Linus Weber (200,88/SV Kirchdorf). In der Vorrunde war Simon Halter (RSV Concordia Erlenbach) Rapp noch dicht auf den Fersen, musste sich im Finale aber mit 192,23 Punkten und Platz drei zufrieden geben.

Europameisterin Lara Füller (RKV Poppenweiler) hatte im 1er Kunstradfahren der Frauen schon in der Vorrunde ihre Ambitionen unterstrichen und bestätigte ihre Leistung im Finale mit 192,92 ausgefahren Punkten. Sie verwies Ramona Dandl mit 190,66 Punkten und Weltmeisterin Jana Pfann (beide RKB Solidarität Bruckmühl) auf die Plätze zwei und drei.

Pech hatten die Topfavoriten und Weltmeister Lea-Victoria Styber/Nico Rödiger (RSV Langenselbold) im 2er Kunstradfahren der Offenen Klasse. Beim Warmfahren stürzte Styber aus großer Höhe von den Schultern ihres Partners, woraufhin sie verletzungsbedingt zur Titelverteidigung nicht antreten konnten. Stattdessen siegten Julia Hämmerli/Patrick Tisch (RV Pfeil Magstadt) mit 149,78 ausgefahrenen Punkten vor Simon Riedinger/Jonas Mächtig (142,53/RKV Ilsfeld) und Alexander Brandl/Andreas Steger (138,97/RSV Schleissheim).

Im 2er Kunstradfahren der Frauen waren die Europameisterinnen Neele Jodeleit/Kim-Leah Schlüter (RSV Knetterheide) eine Klasse für sich und siegten mit 131,77 Punkten und deutlichem Vorsprung vor Jessie Hasmüller/Nena Lichy (118,53/SG Denkendorf/Magstadt). Lillith Mester/Mira-Sofie Osterhage (115,08/SG Liemer RC/RSV Wittekind Herford) belegten den Bronzerang.

Auch im 4er Kunstrad gab es mit dem amtierenden Europameister RV Mainz-Ebersheim einen klaren Sieger. Tijem Karatas, Annika Rosenbach, Stella Rosenbach und Milena Schwarz erzielten 239,75 Punkte, nachdem sie sich in der Vorrunde mit 226,25 Punkten noch dem RfV Wiednitz (235,51) geschlagen geben mussten. Mit 20 Punkten Vorsprung holten sie den Titel im Final-Fourvor RfV Wiednitz (219,72) und RV Neuenkirchen (215,21).

Im 4er der offenen Klasse konnte nur das favorisierte Team des RMSV Aach fehlerfrei durch das Programm. Yannick Gaißer, Franziska Bötzer, Jone Burow und Lena Andorinha sicherten sich wie 2025 erneut das Meistertrikot mit 228,75 Punkten. Dies war damit das letzte DM-Trikot in dieser Disziplin, da es ab 2027 bekanntlich gemäß den UCI-Regeln nur noch eine 4er Disziplin geben wird. DM-Silber ging an Steinhöring (204,55) mit einem Rückstand von über 24 Punkten. Noch größer der Rückstand von Bronze-Gewinner SG Worms/Rheindürkheim. 147,4 ihr Ergebnis.

Im 4er Einrad waren 17 Teams angetreten. Mehre Quartetts machten sich Hoffnungen auf eine Medaille. Nachdem Mörfelden 144,10 Punkte vorgelegt hatte, Rauen diese mit 139,1 nicht knacken konnte, sollte Aach 15 mit Hannah Elsäßer, Natalie Grote, Sarah Bötzer und Anika Meßmer mit 143,09, trotz perfekter Kür, diese ebenfalls nicht knacken können. Aach 14, als Titelverteidiger zeigte danach eine Kür mit sehr wenigen Abzügen. Mit 151,34 und neuem deutschen Rekord setzten sich Yannick Gaißer, Jone Burow, Lena Andorinha und Franziska Bötzer an die Spitze. Flonheim, das mit 158,7 die höchste Schwierigkeit eingereicht hatte, konnte dem nur 140,05 entgegensetzten und musste mit Platz 4 zufrieden sein. Somit erneuter Titelgewinn durch Aach 14 vor Mörfelden und Aach 15.

Im 6er Einrad setzte der RMSV Aach seine Erfolgsserie in dieser Disziplin aus den Vorjahren fort. Yannick Gaißer, Sarah Bötzer, Lena Andorinha, Franziska Bötzer, Natalie Grote und Hannah Elsässer waren als letzter Starter der acht qualifizierten Teams gefordert. Oberesslingen (126,98) und die beiden Teams auf Antrup-Wechte hatten 128,78 und 132,25 vorgelegt. Das Aacher Sextett zeigte von Beginn bis zum Ende eine sehr sichere Kür. Bei 135,93 und Platz 1 blieb die Wertungsanzeige stehen. Somit Deutscher Meister vor den beiden Sextett aus Antrup-Wechte.

Radball
Der RSV Großkoschen mit Eric und Tim Lehmann ist neuer Deutscher Meister im Radball. Die Zwillinge holten erstmals den Titel. In der Vorrunde war Großkoschen noch gleichauf mit dem favorisierten RMC Stein (Michael Birkner/Robert Mlady), setzte sich aber auch dort schon beim direkten Aufeinandertreffen durch. Im Finale lag Großkoschen schon zur Halbzeit 2:0 in Führung und siegte schließlich mit 4:2 Toren. Den dritten Platz belegte RSV Waldrems (Björn Bootsmann/Marcel Schüle).

Radpolo
Der RKB Wetzlar mit Sharon Keiner und Sabrina Burdalic verteidigte seinen Deutschen Meistertitel im Radpolo. Zunächst sah alles nach seinem Sieg des Reideburger SV (Kristin Hesselbarth/Kristin Nadpor) aus, nachdem der in der Vorrunde und auch erst im Finale die Nase vorn hatte. Zur Halbzeit konnte Wetzlar aber zum 2:2 ausgleichen, zog dann davon und siegte ebenfalls 4:2. Dritter wurde RSV Frellstedt (Theresa Sielemann/Luisa Kallweit).

Quelle: GC-Medienservice Mareike Engelbrecht – ergänzt um weitere Ergebnisse im 4er Kunstrad offen und den beiden Einrad-Disziplinen

Team „Germany an der UCI-Hallenradsport-Weltmeisterschaft

Von 30.10. – 01.11.2026 in Ludwigsburg (MHP-Arena)

1er: Philipp-Thies Rapp (Tailfingen/TV), Simon Halter (Erlenbach), Lara Füller (Poppenweiler), Ramona Dandl (Bruckmühl) – Ersatz: Linus Weber (Kirchdorf) und Jana Pfann (Bruckmühl/TV),

2er: Nico Rödiger / Lea-Victoria Styber (Langenselbold/ TV) / Patrick Tisch/Julai Hämmerli (Magstadt)  – Kim-Leah Schlüter/Nele Jodeleit (Knetterheide) / Mira-Sophie Osterhage/Lilith Mester (Liemer RC/Herford)  – Ersatz: Simon Riedinger/Jonas Mächtig (Ilsfeld); / Lisa und Sara Knobelspies (Volkertshausen)

4er Kunstrad: RV Mainz-Ebersheim mit Annika Rosenbach, Stella Rosenbach, Milena Schwarz, Tijem Karatas– Ersatz: RV Neuenkirchen Lea Mollzahn, Lina Mollzahn, Jessica Mollzahn, Isabella Wehrenberg

Radball: Stein: Robert Mlady / Michael Birkner / Ersatz: Jannes Müller / Simon Becker

Frauen: Danielle Holzer (Prechtal)/Judith Wolf (Hoven)

Bundestrainer: Kunstrad: Dieter Maute, Sonja Kaiser

Radball: Jörg Latzel, Lars Wegmann

 

TV= Titelverteidiger

(Vorbehaltlich der Zustimmung durch das Präsidium von German Cycling)

 

Ergebnisse: Kunstrad – www.hallenradsport-daum.de/Ergebnisse/0000001486.pdf

Ergebnisse: Radball – www.radball.at

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Schwarz | das Randsport-Magazin
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