Hallenrad-WM 2026 – Der WM-Freitag – Fröhlich bunter Auftakt in der Barockstadt

Fröhlich bunter Auftakt in der Barockstadt
22 teilnehmende Nationen, 22 verschiedene farbenfrohe Fahnen über der Fläche der Ludwigsburger MHPArena. Die Facts der Hallenrad-WM können sich sehen lassen – keine vier Wochen, nachdem die Barockstadt im Schwabenland für das englische Derby eingesprungen war. Natürlich werkelten eifrige Macher und Helfer bis ganz kurz vor dem ersten Wettbewerb am frühen Freitag – doch schon bald lief fast alles wie am Schnürchen. German Cycling: ein verlässlicher Partner für die UCI und Veranstalter Jens Zimmermann zufrieden mit dem Auftakt, inklusive einer dynamischen Eröffnungsfeier im Basketball-Dome, getragen vom Applaus der zahlreichen Fans von Kunstradsport & Radball.
Und wie gewohnt lieferten die GC-Athleten am Tag I ab. Doch diesmal gleich mit goldenem Glanz. Das Quartett aus Mainz-Ebersheim, sonst für seine schnuckeligen Wein-Lokale berühmt, gewann diesmal das Duell gegen die Schweiz. Und zwar deutlich, mit starken 239,65 Punkten. Mit dem letzten Gong erhoben sich die Zuschauer in der MHP-Arena für Milena Schwarz, Tijem Karatas. Annika und Stella Rosenbach, seit sieben Jahren zusammen. Nach dem EM-Titel jetzt Platz 1 in der Welt, der RVE-Vierer aus Rheinhessen schreibt Geschichte.
Mehr als eine Randnotiz eine Fast-Wunderheilung. In der Offenen Klasse überraschten die Titelverteidiger Lea-Victoria Styber und Nico Rödiger im Vorkampf mit der Höchstwertung von 157,02 Punkten. Kurz nachdem die Ärzte und Bundestrainer ihr OK für den Start gegeben hatten. Bei der „Deutschen“ Ende September hatte sich Lea (28) beim Einfahren einen Ellbogenbruch zugezogen, der ursprüngliche Termin (in Derby) wäre kaum möglich gewesen. Nun geht das Duo aus Hessen favorisiert ins Finale am Samstag. Patrick Tisch und seine neue Partnerin Julia Hämmerli kämpfen mit ausgefahrenen 149,26 Punkten mit um die Medaillen.
Die Qualifikation der Frauen entschied Ramona Dandl für sich. Hauchdünn mit 194,65 : 194,27 gegenüber Lokalmatadorin Lara Füller. Beide sind für den großen Showdown qualifiziert – es geht um Nuancen, auch gegen die Schweizerin Alessa Hotz. 23 Sportlerinnen bewarben sich um die Meriten in der Sportfeststadt: ein Quartett tritt jetzt zum Kampf um das so begehrte Regenbogentrikot an.

Textquelle Beate Dobbratz – ISK/Sportler des Jahres
Bildquelle: (c) Wilfried Schwarz

 

 

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Schwarz | das Randsport-Magazin
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