UEC-Hallenrad-EM in Amorbach – Europas Elite kämpft um die EM-Krone

Vorschau zur UEC-Hallenrad-Europameisterschaft am 05.+ 06. Mai 2026

in Amorbach / Odenwald

Hallenradsport (WS) In der Barockstadt von Amorbach im Odenwald findet am Wochenende -05. + 06. Mai 2026- die UEC Hallenradsport-Europameisterschaft (Kunstrad + Radball) statt. Die Parzivalhalle aus Austragungsstätte dieser kontinentalen Meisterschaft bei den Sportlerinnen und Sportler aus 12 europäischen Nationen gemeldet sind. Neben Armenien nehmen Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Ungarn, Italien, Portugal, Schweiz und die Slowakei teil. Das Gastgeberland Deutschland zählt in allen Kunstraddisziplinen zu den Anwärtern auf EM-Gold, EM-Silber und EM-Bronze. Und im Radball zählt Deutschland neben Österreich und der Schweiz zu den Favoriten. Die beiden Bundetrainer Dieter Maute (Tailfingen) und Jörg Latzel (Hameln) nach den EM-Ausscheidungen im Kunstrad in Mainz-Ebersheim bzw. im Radball beim Deutschland-Pokal in Säckingen-Wallbach wiederum ein starkes Team nominiert.

Kunstrad

Während es im 1er der Männer und Frauen sowie im 2er der offenen Klasse jeweils eine Vorrunde und danach ein Final-Four um die Medaillen geben wird, 2er der Frauen und im 4er Kunstrad jeweils nur einen Final-Durchgang im Kampf um die Medaillen geben. Im 1er der Männer hat Weltmeister Philipp-Thies Rapp (Tailfingen) die höchste Schwierigkeit mit 213,03. Dahinter folgt mit dem Junioren-Europameister 2025 Simon Halter (Erlenbach) die stärkste Konkurrenz. Er hat 206,8 eingereicht. Dahinter werden wohl Csaba Varga (Ungarn), Marcel Schnetzer (Österreich), Christopher Schobel (Österreich) und Jakub Masek (Tschechien) um die Bronze-Medaille und zuerst um den Einzug ins final-Four kämpfen. Insgesamt sind 10 Männer am Start.

Im 1er Frauen sind Weltmeisterin Jana Pfann (Bruckmühl) sowie Lara Füller (Poppenweiler) die heißesten Kandidatinnen auf EM-Gold. Pfann ist EM-Titelverteidigerin und geht mit 202,7 an den Start, während Füller mit 199,1 eingereicht hat. Mit 193,6 Punkten lauert Alessa Hotz (Schweiz) auf die Fehler der Favoritinnen. Wer zieht mit diesen Sportlerinnen ins Finale ein? Magdalena Müller (Schleissheim/Italien) und Mirian Hotz (Schweiz) haben hierzu im mit 20 Sportlerinnen besetzten Starterfeld die besten Karten.

Im 2er der offen Klasse sind die 2-fachen Weltmeister Nico Styber/Lea-Victoria Styber (Langenselbold) mit 164,4 in der Favoritenrolle. Das EM-Trikot fehlt den beiden noch in der Sammlung und das wollen Sie unbedingt holen. Doch auch das zweite deutsche Paar Patrick Tisch / Julia Hämmerli (Magstadt) rechnet sich Chancen auf den EM-Titel aus. 162,2 haben sie eingereicht. Patrick hat in 2018 bei der EM in Wiesbaden zusammen mit seiner damaligen Partnerin Nina Stapf den EM-Titel gewonnen. Gelingt ihm das ein weiteres Mal? Partnerin Julia Hämmerli weist ebenfalls EM-Erfahrung auf, da sie in 2022 in Ungarn noch für die Schweiz mit ihrer Partnerin Sina Bäggli angetreten war. Wer wird mit ihnen ins Final-Four fahren? Beste Chancen haben Gruna-Masek (Tschechien) und Langeneckert-Rieb (Frankreich).

Auch im 2er der Frauen zählen die beiden deutschen Paare zu den Favoriten auf EM-Gold und Silber. Die meistern Punkte und daher Favorit Nr. 1 sind Kim-Leah Schlüter/Nele Jodeleit (Knetterheide). Sie können sich mit den aufgestellten 140,5 wohl nur selbst schlagen. Lisa und Sara Knobelspieß (Volkertshausen) starten zum ersten Mal im Nationaltrikot. 124,4 Punkte habe sie eingereicht. Knapp dahinter lauern im Kampf um die Medaillen Stäheli/Tanner (Schweiz) sowie Kulich/Rakocza (Slowakei). Dies wird sicherlich spannend werden, denn ein Patzer kann entscheidend sein, ob es eine Medaille wird oder nicht.

Im 4er Kunstrad haben nur drei Nationen ihren 4er gemeldet. Alle haben somit bereits eine Medaille sicher. Mainz-Ebersheim mit Tijem Karatas, Annika Rosenbach, Stella Rosenbach und Milena Schwarz, die Titelverteidigerinnen haben mit 248,2 Punkten die höchste Schwierigkeit eingereicht. Dahinter folgt die Schweiz mit 231,4 sowie Frankreich mit 138,0 Punkten. Die Entscheidung um den EM-Thron wird wohl zwischen dem deutschen und Schweizer Quartett fallen.

Radball

Im Radball wird in zwei Gruppen gespielt. Deutschland das mit Jannes Müller/Simon Becker (Gärtringen) in die Jagd nach Punkten und Tore gehen wird, spielt in der Vorrunde gegen Schweiz, Slowakei und Italien. Wobei die Teilnahme des Radball-Teams Italien noch fraglich ist. In der anderen Gruppe spielen Titelverteidiger Österreich, Frankreich, Tschechien und Armenien jeder gegen jeden. Im Semifinale spielen dann jeweils die Gruppen Ersten gegen die Zweiten der anderen Gruppe um den Einzug ins Finale. Gelingt Österreich die Titelverteidigung oder kann Deutschland den „Heimvorteil“ für eine EM-Sieg nutzen? Oder gelingt dem Schweizer Duo der große Coup?

IM Radball haben nur zwei Nationen gemeldet. Deutschland geht mit den 2-fachen Weltmeisterinnen Danielle Holzer/Judith Wolf (Prechtal/Hofen) in der Favoritenrolle. Sie spielen an jedem Tag ein Spiel und ermitteln dann in einem Endspiel den Europameister.

Starliste:

www.uec.ch/resources/2026%20Events/indoor%20elite/2026%20UEC%20Elite%20Indoor%20Cycling%20European%20Championships%20Amorbach%20Technical%20Guide.pdf

 

Link zum Livestream

Freitag:

sporteurope.tv/hallwheelsports/em-elite-hallenradsport-2026 

Samstag:

sporteurope.tv/hallwheelsports/em-elite-hallenradsport-2026-0 

 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Schwarz | das Randsport-Magazin
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