Hallenrad-EM Amorbach – 5 x Kunstrad-Gold für Team D – 1x Radball-Gold für Team D + 1 für Österreich

Deutschland gewinnt alle Titel im Kunstrad-Titel

Radball: Frauen holen EM-Gold – Männer: EM-Bronze

Hallenradsport / Amorbach (WS) – Bei den UEC-Hallenrad-Europameisterschaften, die in der Parzivalhalle in der Barockstadt Amorbach (Odenwald) stattfand, war Deutschland wie erwartet die dominierende Nation. Die Kunstradsportler/Innen holten alle 5 zu vergebenden EM-Titel sowie dreimal Silber und einmal Bronze. Und im Radball steuerten die Frauen einen weiteren EM-Titel sowie EM-Bronze durch die Männer bei. Damit fällt die German Cycling Bilanz wie folgt aus: 6 x EM-Gold, 3 x EM-Silber und 2 x EM-Bronze. Somit konnte alle Sportler/Innen mit einer Medaille in die Heimat zurückkehren. Den Titel gewannen: 1er Kunstrad: Philipp-Thies Rapp (Tailfingen) und Lara Füller (Poppenweiler) – 2er Kunstrad: Lea-Victoria Styber / Nico Rödiger (Langenselbold) und Kim Leah Schlüter / Nele Jodeleit (Knetterheide) – 4er Kunstrad: Milena Schwarz, Tijem Karatas, Annika Rosenbach und Stella Rosenbach (Mainz-Ebersheim) – Radball: Danielle Holzer/Judith Wolf (Prechtal/Hofen) – EM-Silber: 1er Kunstrad: Simon Halter (Erlenbach) und Jana Pfann (Bruckmühl) – 2er Kunstrad: Patrick Tisch / Julia Hämmerli (Magstadt)- EM-Bronze: 2er Frauen: Lisa und Sara Knobelspies (Volkertshausen) – Radball: Simon Becker / Jannes Müller (Gärtringen). Den siebten EM-Titel holte sich erneut Österreich im Radball.

Kunstradfahren
Lara Füller und Jana Pfann lieferte sich bereits in der Vorrunde mit insgesamt 20 Sportlerinnen aus 10 Nationen ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen“. Füller legte 190,74 Punkte vor während Pfann zu 188,42 Punkte fuhr. Sie konnte den Maute-Sprung nicht stehen und musste die ein oder andere Unsicherheit in Kauf nehmen. Dahinter fuhren die Schweizerinnen Alessa Hotz (Baar/169,53) und ihre Schwester Mirina (158,23) mit ins abendliche Final-Four. Im Finale bestätigten beide ihre starken Vorrunden-Leistungen bestätigen. Weltmeisterin Pfann pokerte und reduzierte ihre Schwierigkeit. Nachdem die Schweizerinnen 153,57 bzw. 174,68 Punkte vorgelegt hatten, zeigte Jana eine sichere und perfekte Kür, mit der sie 192,68 Punkte vorlegte. Ex-Weltmeisterin Füller ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, zeigte ebenfalls eine fehlerfreie Kür und fuhr mit 194,13 Zählern und persönlicher Bestleistung auf Platz eins. Damit konnte die Schwäbin erstmals in des EM-Trikot schlüpfen. Damit hat sie nunmehr ihre Trikotsammlung komplett. Das Siegerpodest mit EM-Bonze komplettierte Alessa Hotz.

Im 2er Kunstradfahren der Offenen Klasse waren die beiden deutschen Paare ebenfalls eine Klasse für sich. Die 2-fachen Weltmeister Lea-Victoria Styber / Nico Rödiger fuhren in der Vorrunde mit 158,03 Punkte bereits auf Platz 1, gefolgt von Patrick Tisch / Julia Hämmerli die mit 146,07 Punkten aufwarteten. Mit ins Finale fuhren Gruna-Masek und Sin-Blazek (alle Tschechien) . Im Finale legten Tisch/Hämmerli mit einer neuen Bestleistung 150,60 Punkten vor.. Styber/Rödiger zeigte sich von dieser Vorlage wenig beeindruckt und überboten diese mit einer genauso starken Kür. Mit 158,89 Punkten dürfen sich die beiden nunmehr auch mit dem EM-Titel schmücken. Die Tschechen Tomas Gruba / Jakub Masek holten sich mit 105,18 Punkten die Bronzemedaille. „Beim Vorkampf und auch beim Finale haben wir die bisher höchsten Punkte von der Konkurrenz vorgelegt bekommen, die wir je hatten“, so Nico. „Gerade im Finale mit den 150,6 Punkten mussten wir erst Mal schlucken, bevor wir an den Start gingen.“ „Das konnten wir dann solide machen“, so Lea-Victoria. „und so den Europameister-Titel erringen.“ Das erste Kontinentale-Titel für die amtierenden Weltmeister . „Mit dem Euopameister-Trikot ist unsere Jersey-Sammlung nun komplett“ so beiden. „Nach dem Deutschen Meister- und dem Weltmeistertrikot fehlte uns dies noch.“

Am 2. EM-Tag wurden die EM-Titel im 1er Männer, 2er Frauen und 4er Kunstrad vergeben. Im 1er der Männer waren Philipp-Thies Rapp und Simon Halter die Favoriten auf Gold und Silber, denn die weiteren 8 Konkurrenten aus 5 Nationen, hatten von der Schwierigkeit bereits mehr als 30 Punkte weniger eingereicht. Und die beiden lieferten sich einen Wettkampf auf Augenhöhe. In der Vorrunde fuhr Rapp mit einer perfekten Kür zu 210,26 ausgefahrenen Punkten, nachdem Halter 200,18 vorgelegt hatte. Mit ins Final-Four fuhren Csaba Varga (Ungarn/166,27) und Marcel Schnetzer (Österreich/142,85). Im Finale steigerte sich Halter, der Junioren-Europameister von 2025 auf 202,42 Punkte steigern und verfehlte damit nur knapp seine persönlichen Bestleistung. Rapp hingegen patzte beim Drehsprung über den Lenker, den er von 5 auf 6 erweitern wollte. Bei Drehung 6 musste er vom Rad, was Punktabzüge bedeutet. Doch der amtierende Weltmeister fuhr unbeeindruckt weiter und ließ nicht aus dem Konzept bringen. Mit 206,02 Punkte stieg er von seinem Kunstrad und holte sich nunmehr auch das EM-Trikot in der Eliteklasse. Bei den Junioren konnte er bereits in dieses Trikot schlüpfen. Bronze ging an den den WM-Dritten von 2025 Csaba Varga mit 162,49 Punkten.

Ohne Vorkampf wurden die EM-Titel im 2er der Frauen und 4er Kunstrad vergeben. Im 2er der Frauen wurden die Vize-Weltmeisterinnen Kim-Leah Schlüter / Nele Jodeleit ihrer Favoritenrolle gerecht. Sie kamen jedoch nicht fehlerfrei durch ihr Programm. Mit 125,48 ausgefahrenen Punkten konnten die beiden ihren ersten internationalen Titelgewinn feiern. Die zweite deutsche Paarung, Sara und Lisa Knobelspies, die ihre Debüt im Nationaltrikot gaben und damit zum ersten Mal an einer internationalen Meisterschaft teilnahmen, mussten nach einer kleinen Unaufmerksamkeit einen Patzer in Kauf nehmen. Mit 103,37 Punkten fuhren sie zu Bronze. Damit reihten sie sich nur knapp hinter dem Schweizer Duo Julia Stäheli / Tanisha Tanner mit 104,73 Punkten, die EM-Silber bei der Siegerehrung entgegen nahmen.

Ihren Erfolg von vor 4 Jahren wiederholte der Deutschland-Vierer aus Mainz-Ebersheim. Milena Schwarz, Tijem Karatas, und Stella Rosenbach machten es spannender als gedacht. Das Quartett wirkte anfangs ungewohnt nervös, kassierte die ersten kleineren Punktabzüge bis nach rd. 2 Minuten eine Sportlerin bei einer Übung vom Kunstrad musste. Nur noch 227 Punkte standen an der Anzeige. Danach spielten die Ebersheimerinnen ihre Klasse aus und fuhren danach nahezu fehlerfrei , sodass am Ende ihr zweites EM-Gold nicht mehr in Gefahr kam. Mit 226,07 Punkte holten sie EM-Gold nachdem das neuformierte Schweizer Team aus Uzwil 208,64 64 Punkte vorgelegt hatte und damit auf Platz zwei fuhren. Frankreich belegte mit 101,76 Punkten den dritten Platz.

EM-Titel für Radballerinnen – Radballer holen Bronze

Radball
Frauen

Bei den Frauen entschieden Danielle Holzer und Judith Wolff das erste Spiel gegen die Schweiz (Sava Baumann/Chiara Dotoli) mit 4:1 Toren für sich. Beim zweiten Aufeinandertreffen an dieser EM mussten sie sich jedoch gegen das Schweizer Duo mit 4:2 geschlagen geben.

Auch im Finale hielten die Eidgenossinnen lange gegen – und nicht nur das: In der ersten Halbzeit gingen Baumann/Dotoli sogar 1:0 in Führung, aber das deutsche Duo konnte noch in derselben Halbzeit den 1:1-Ausgleich erzielen. In der zweiten Halbzeit hatten Holzer/Wolf dann das bessere Stehvermögen, erhöhten zunächst auf 2:1 und führten in der letzten Spielminute die Entscheidung mit dem 3:1 herbei.

Männer

Im Radball wurde am 1. EM-Tag die Vorrunde ausgetragen. Bei den Männern waren die Deutschen nicht in der Favoritenrolle, das waren Österreich (Patrick Schnetzer/Markus Bröll) und die Schweiz (Timon und Yannick Fröhlich).In Gruppe 2 belegte das deutsche Duo Jannes Müller/Simon Becker mit sechs Punkten hinter den favorisierten Schweizern (Timon und Yannick Fröhlich) mit neun Punkten den zweiten Platz. Das erste Gruppenspiel gegen Italien wurde als 5:0-Sieg gewertet, nachdem die Italiener nicht antreten konnten. Im Spiel gegen die Slowakei (Martin Kobes/Jan Holar) setzten sich Müller/Becker 6:1 durch. Gegen die Schweiz mussten sich die Deutschen 2:8 geschlagen geben. Die Schweiz gewann auch das Spiel gegen die Slowakei (8:0), das gegen Italien wurde ebenfalls 5:0 gewertet.

In Gruppe 1 setzte sich Österreich (Patrick Schnetzer/Markus Bröll) mit drei Siegen gegen Armenien (15:1, Artak Voskanyan/Arnak Mkhitaryan), Tschechien (6:0, Roman Stanek/Jiri Hrdlicka) und Frankreich (4:2, Quentin und Mathias Seyfried) mit neun Punkten durch. Platz zwei belegte Frankreich nach zwei Siegen gegen Tschechien (4:3) und Armenien (9:0).


In der Vorrunde hatten die beiden favorisierten Nationen in ihren Gruppen auch die Nase vorn, während Deutschland hinter der Schweiz Platz zwei belegte. Damit traf das junge Gärtringer Duo im Halbfinale auf die sechsfachen Weltmeister aus Österreich, gegen die sie erwartungsgemäß wenig Chancen hatten. Das Spiel ging 6:1 für Österreich aus. Im zweiten Halbfinale setzte sich die Schweiz mit 4:2 Toren gegen Frankreich (Quentin und Mathias Seyfried).

Im Spiel um Platz drei gegen Frankreich gingen Becker/Müller schon nach einer halben Minute 1:0 in Führung, aber Frankreich konnte kurz darauf wieder ausgleichen. Gegen Ende der Halbzeit erzielten die Gärtringer noch das 2:1, was die Franzosen aber zu Beginn der zweiten Hälfte wieder egalisierten. Dann zog das deutsche Duo aber zunächst mit dem 3:2 und dann auch noch dem 4:2 entscheidend davon und sicherte sich die Bronzemedaille.

Das Finale um den EM-Titel entschied Österreich mit 2:1 Toren gegen die Schweiz für sich.

Glückwunsch vom Team „Randsport-Magazin“ an alle Sportler/innen zu diesen tollen Leistungen.

Textquelle Radball: BDR-Medienservice / Rad-Net.

(c) Bildquelle: Wilfried Schwarz

Bild mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Schwarz | das Randsport-Magazin
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