Bleibt Gesund im Advent !

Nur noch wenige Wochen, schon sehen wir eine kleine Veränderung im Kalender – eine Veränderung, die uns jedes Jahr begleitet, den Ausklang neuer “alter” Zeiten einläutet und neuen Zeiten die Türe öffnet. Mit Spannung, ein bisschen Sorge und ganz vielen prophezeiten Schatten hatten wir schon einmal einen Jahreswechsel erlebt, den so mancher als “den großen Moment” vorhergesehen hat: Erinnert ihr euch noch an den Jahreswechsel 1999/2000, als man von steckenbleibenden Aufzügen orakelte, von Computern die ihr Datum verlieren, von Banken und Kraftwerken, welche Angst und Sorge hatten dass ihre Software nicht mehr mitmachen würde und vielen weiteren sorgenvollen Dingen, die das neue Jahrtausend mit sich bringen würde – und welche Kraftakte damals geleistet wurden, damit es im neuen Jahr weitergeht ?

Gerade jetzt erleben wir wieder einen Jahreswechsel, der uns auf viele Wochen spannender Erlebnisse zurückblicken lässt, aber vielmehr doch unvorhergesehene Erlebnisse für die Meisten von uns mit sich brachte, während man wiedermals mit einem leicht nebligen Fragezeichen in die Zukunft auf der anderen Seite der Datumsgrenze blickt. Wie spannend und unvorhergesehen war damals der “rutschige” Übergang des Weltmeistertitels in den letzten Sekunden in Stuttgart, als Michael Niedermeier als der vermutete Favorit mit Erfahrung und Präzision den Weltmeistertitel an den damals noch jungen Underdog Lukas Kohl weiterreichte ? Wenn wir ehrlich sind, so fehlt uns Michael in der aktiven Szene schon, das will sicher keiner bestreiten – doch muss man auch ehrlich anerkennen, welche Tür sich für “Neues” damals öffnete und was für eine Präzisionsmaschine aus dem jungen Lukas von Stuttgart heute geworden ist ? In der stetigen Hoffnung, dass Lukas diesen Vergleich dem Author verzeihen möge, aber so muss man doch auch sehen, welche positive und wichtige Vorbildwirkung auch gerade bei Lukas für die Jugend und den wichtigen Nachwuchs entstanden ist und rüberschwingt.

Wer in alten Zeiten schwelgen mag, erinnert sich an viele unerwartet schöne Momente – an David Schnabel, der vor vielen Jahren mit seinem unangekündigten Salto beim Titel für Überraschung sorgte, an Sandra Beck, die damals mit einem defekten Fahrrad im Finale an der gleichen Weltmeisterschaft im schweizerischen Winterthur noch immer hohe Punkte ausfahren konnte… an die Kreativität, mit der der ICWW auch aktuell an das Aufrechterhalten des Wettbewerbsbetriebes herangeht, soweit wie dies momentan gerade gestattet ist. Ausweglose Situationen, die im Moment wirklich die Frage nach dem “wie geht es weiter” stellen lässt, gab es schon viele und sicher nicht wenige davon gerade in diesem noch aktuellen Jahr, weil vieles ungeplant anders war. Doch sicher ist, weitergehen wird es. Vielleicht gleich, vielleicht ein bisschen anders – das Gute ist, dass die Zukunft zumindest für die meisten von uns noch nicht geschrieben ist und jeder seinen Teil dazu beitragen kann, seinen eigenen Teil der Geschichte und im gemeinsamen Fortsetzungsroman noch formen kann – da sei auch an den offenen Brief der Hallenradsportlerinnen und Hallenradsportler erinnert !

Ob man nun eher an die Gefährlichkeit eines Viruses glauben mag oder eher daran, dass die neuen Impfstoffe durch ihre gentechnische Arbeitsweise vielleicht erleichterndes Glück, im richtigen Moment hereinfallender Segen oder gar eine Büchse der Pandorra sein mögen – die Studien dazu gehen ja meistens erst im August 2022 zu Ende und wir sind  gerade alle Teil am vermutlich weltweit größten “It’s Magic!”-Feldversuch seit dem letzten treffsicheren Meteoriten – das sind Sichtweisen, die absolut in der eigenen Meinungsfreiheit liegen und Jede wie Jeder für sich selbst wohlinformiert beantworten mag, soll und darf. It’s not a trick – die angehenden Grufties unter uns erinnern sich noch sicher schmunzelnd an diese Worte – und es ist auch nicht von Sony, das gilt auch für den Sport – und ein es geht weiter wartet später wie schon so oft auf uns, doch sicher ist:

Hallenradsport, egal ob als Cycling Artist oder als Cycleball Player egal wo in der Welt mit der Hand am Bike, ist eigentlich Hochleistungssport der Zukunft: Grün, weil kein Strom und keine Rechenleistung dafür benötigt wird; Ökologisch, weil nicht viel Materialeinsatz, Verschleiß und spezielle Pisten dafür notwendig ist – egal ob am Gerät oder am Mensch; Herausfordernd, weil Hand/Fuß/Auge/Kraft/Koordination und Gleichgewicht damit gefördert wird; sozial, weil Miteinander ohne Kommerz dazu gehört statt “ich” und “noch mehr Gewinn”; und dennoch Maximierend, weil mit wenig Materialeinsatz und “zero e” am Bike ein Hochleistungssport daraus wird, der vor allem und besonders von Menschen just in time gemacht, ja gelebt und gefeiert wird. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass es nächstes Jahr weiter geht !

Keep on Rolling, lasst euch nicht anstecken – weder von Krönchen in mikroskopgerecher Miniaturform, auch nicht von der alljährlichen Grippe noch von Pessimismus – und bleibt gesund !
Euch allen einen schönen Advent.

Für das (noch kleine aber hoffentlich wachsende) Team hinter dem Randsport-Magazin
Oliver

Bild mit freundlicher Genehmigung von Oliver Stoll | das Randsport-Magazin

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