UCI-Kunstrad-WeltCup Finale Albstadt – Deutsche Übermacht beim Weltcup – 5 Gesamtsiege

Bericht vom UCI-Kunstrad-Weltcup – Das Finale- am 23.10.2021 in Albstadt

Kunstradsport (WS) Unter der Devise „Popcorn statt Bockwurst“ fand in der Zollern-Alb-Halle von Albstadt das Finale des UCI-Kunstrad-Weltcups statt. Bundestrainer Dieter Maute hatte zusammen mit seinem Sohn Max und dem Team des RSV Tailfingen den Sport in einem spektakulären Umfeld präsentiert. Rund 600 Zuschauer wurde Kunstradsport inclusive Show, Musik, Lichteffekte und ein spezielles Catering geboten. “Das ist nur möglich, wenn man Sponsoren hat, die auch einmal tiefer in die Tasche greifen, um so ein Event zu präsentieren“, so Max Maute, der neben der Organisation auch noch als Sportler aktiv war. „Das war schon heftig für mich. Aber es hat Spaß gemacht und wir können sehr zufrieden sein, wie alles gelaufen ist.“ 13 Nationen waren mit 60 Sportler/innen am Start. Für viele der Athleten war dieses WC-Finale eine gelungene Generalprobe für die am 29. – 31. Oktober stattfindende UCI-Hallenradsport-Weltmeisterschaft in der Stuttgarter Porsche Arena. Nicht bei allen lief es perfekt, doch das Team Deutschland ist für die Heim-WM gerüstet. Weltcup-Sieger nach den 3 Stationen – Uzwil/Schweiz, Lemgo/GER und Albstadt/GER – wurden: 1er Kunstrad: Lukas Kohl (RMSV Kirchehrenbach) und Milena Slupina (Bernlohe) / 2er Kunstrad: Caroline Wurth / Sophie-Marie Wöhrle (RSV Gutach) – Serafin Schefold / Max Hanselmann (RV Öhringen) / 4er Kunstrad: VfH Worms: Sabrina Born, Nora Erbenich, Annika Furch, Hannah Rohrwick.

Auch bei seinem 12 Start an einem UC-Weltcup dominierte Lukas Kohl das Geschehen im 1er der Männer. „Ich bin als letzter Starter unmittelbar nach dem Local Hero, wie Max Maute angekündigt wurde, angetreten“, so der Lukinator. „Ich konnte die Stimmung in der Höhle des Löwen aufsaugen und in positive Energie umwandeln. Es war ein bombastisches Event. Es war einfach cool als Sportler teilzunehmen“ Mit seinem Ergebnis von 200,57 war er erneut nicht zu schlagen, trotz eines Absteigers bei der Sattellenkerstand Acht rückwärts. „Das war ein teurer Fehler, der mich 6,6 Punkte gekostet hat.“. Dahinter wartete Marcel Jüngling (Dornheim) erneut mit einer starken Leistung auf. 192,74 Punkte, damit setzte er Max Maute gehörig unter Druck. Trotz der Doppelbelastung mit Organisation und Start zeigte sich der Tailfinger mit 190,50 Richtung WM gut gerüstet. Auch ihm wurde die Sattellenerstand Acht rückwärts zum Verhängnis. Dahinter klaffte eine große Lücke. Bester Nicht-Deutscher war Martin Schön (Ungarn/134,88).

Auch im 1er der Frauen war die Weltmeisterin nicht zu schlagen. Es sah bis kurz vor Schluss für Milena Slupina nach einer Punktzahl über der 190er marke aus. Doch bei der letzten Übung ließ sie noch Punkte liegen. 188,29 reichten trotzdem für den Tages- und WC-Sieg. Mattea Eckstein (Stuttgart) sicherte sich mit 178,37 den 2. Platz vor Maren Haase (Hoffnungsthal) 170,36., die mit Tränen vom Kunstrad stieg. Sowohl für Eckstein als auch Haase war es der letzte Wettkampf, denn beide gaben ihren Rückzug vom Leistungssport bekannt. Beste Nichtdeutsche an diesem Tag war Magdalena Müller (Italien/135,27).

Es sollte ein Herzschlagfinale um den WC-Sieg im 2er Kunstrad der Frauen werden, bei der Caroline Wurth/Sophie-Marie Wöhrle (Gutach/134,8) zwar an diesem Tag eine Niederlage gegen Selina Marquardt / Helen Vordermeier (Oberjesingen/Stuttgart/136,23) einfuhren, aber erneut den Gesamt-Weltcup gewannen. Beide Paare wiesen am Ende 360 WC-Punkte auf. Für den WC-Gesamtsieg zählten die tatsächlich ausgefahren Punkte. Marquardt/Vordermeier hatten 402,64 Punkte ausgefahren, Wurth/Wöhrle jedoch 419,36, sodass die Schwarzwälderinnen erneute den WC-Gesamt-Sieg für sich verbuchen konnten. Auf Platz 3 folgten Sina Bäggli/Julia Hämmerli (Schweiz) vor Rosa Kopf / Svenja Bachmann (Österreich) „rüber geht in die Porsche-Arena“, so die beiden. „Da freuen wir uns schon riesig drauf.“

Im 2er der offenen Klasse waren gleich drei deutsche Paare im Finale der besten Vier. Katharina Kühne / Marcel Schnetzer (Österreich) mussten vorlegen. 135,29 ihr Ergebnis nach Patzern. Es folgten Lea-Victoria Styber/Nico Rödiger (Langenselbold) die bei den beiden Übergängen mit Schulterstand Absteiger in kauf nehmen mussten. 137,61, für beide ein enttäuschendes Ergebnis. Nina Stapf und Patrick Tisch traten wiederum mit ihrem leicht reduzierten Programm an. Auf zwei Rädern klappte es sehr gut, sodass sie beruhigt auf ein Rad umsteigen konnten. Auch hier fuhren sie sehr gekonnt und routiniert. Leichte Unsicherheiten gab´s nur bei den beiden Übergängen mit Schulterstand. Aber Nina blieb hier auf der Schulter von Patrick stehen und verhinderte so einen Absteiger. Am ende stiegen sie gelöst und im Gegensatz zu ihren letzten Wettkämpfen lächelnd von der Fläche. 149,41 konnten sich sehen lassen. Max Hanselmann/Serafin Schefold bekamen beim Sattellenkerhandstand Probleme, doch den Rest absolvierten die 3-fachen Weltmeister in der gewohnten Perfektion. 162,51 Punkte, der Tagessieg und auch Gesamt-WC-Sieg. Tisch-Stapf folgten auf Platz 2 sowohl in der Tages- als auch Gesamtwertung vor Styber/Rödiger und dem Paar aus Österreich.

Im 4er Kunstrad fuhr das Quartett des VfH Worms erneut zum zweiten Weltcup-Tages-Sieg und damit auch zu ihrem ersten Gesamt-Weltcup-Sieg. Mit 200,63 Punkten blieben sie als einziges Team über der magischen 200er Marke. Dahinter folgte der Schweizer 4er aus Rheineck/Uzwil, die an diesem Tag 197,61 Punkte erreichten. In anderer Besetzung trat der RSV Steinhöring an. Hier merkte man, dass die Abstimmung noch nicht passte. 154,79 Punkte nur Platz 4 in der Tageswertung, aber in der Gesamtwertung Platz 3.

 

Ergebnisse unter: http://www.hallenrad.de/tk/files/2021/Ergebnisliste223.pdf

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Schwarz | das Randsport-Magazin
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