Entspannter Einrad-Bundes-Pokal – Aach gewinnt 4er und 6er Einrad – Gastgeber Reuth im Pech – Mainz-Ebersheim gewinnt beide WM-Qaulis im 4er Kunstrad

Bericht zum Bundespokal im Einradfahren

(DM-Halbfinale + 1+2 WM-Qualifikation im 4er Kunstrad der Frauen) am 03.09.2022 in Weißenbrunn

 Kunstradsport (WS) Sehr guten Einradsport bekamen die Zuschauer beim Bundes-Pokal der Einradsportler im oberfränkischen Weißenbrunn zu sehen. Nachdem der Bundes-Pokal im Einrad in 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer fiel und in 2021 kurzfristig kein Ausrichter gefunden wurde, hatte der RSV Soli Reuth den Sportlern in der Leßbachtalhalle in 2022 die „Bühne“ zur Verfügung gestellt, um den Einradsport wieder im Wettkampfmodus auszuüben. In entspannter Atmosphäre gab es spannende Entscheidungen aber auch Enttäuschungen, denn nicht alle Mannschaften konnten einen Startplatz für die Deutschen Meisterschaften am 08./09.2022 Mainz erfahren. Bundes-Pokal-sieger wurde im 4er Einrad der RMSV Aach mit Alina Bötzer, Franziska Bötzer, Sarah Bötzer und Sabrina Bürßner vor dem SKV Mörfelden und der TSG Flonheim. Auch im 6er Einrad hatte der RMSV Aach mit Alina Bötzer, Carina Paukstadt, Carolin Schmid, Franziska Bötzer, Sarah Bötzer und Sabrina Bürßner im finale die Nase vorn. Platz 2 belegte die RSG Antrup-Wechte vor SKV Mörfelden.

WM-Qualifikation 4er: Beide Qualifikationen konnten die Europameisterinnen aus Mainz-Ebersheim mit Annika Rosenbach, Stella Rosenbach, Milena Schwarz und Tijem Karatas für sich entscheiden. Mit 206,86 in Runde 1 und 222,72 Runde 2 führen sie die WM-Wertung (nach 2 Von 7) an. Das Aacher Quartett fuhr 204,63 und Finalrunde 209,37 und liegen in der WM-Wertung auf Platz 2 vor Steinhöring das 193,01 und 211,94 Punkten rausfuhr. Platz 4 belegt Flonheim (187,89/160,97) vor Ebersheim/Ludwigshafen (166,89/143,78). Mitfavorit Wiednitz, das die höchste Schwierigkeitspunktzahl eingegeben hatte, musste viele Abzüge in Kauf nehmen und ging mit 142,91 Punkten und Platz 7 leer aus.

In der Vorrunde wurden in beiden Einrad-Disziplinen die DM-Tickets vergeben. 22 Mannschaften im 4er Einrad kämpften um die 18 Startplätze an der DM. Zwischen 133,8 und 147,1 lagen die eingegebenen Punktewerte und so war mit einer knappen Entscheidung zu rechnen. Die Spitzenteam schenkten sich nichts und überboten sich gegenseitig. Aach gewann die Vorrunde mit 137,73 vor Mörfelden 133,76 und Flonheim 2 133,12, während Flonheim 3 mit 132,47 knapp am Finale vorbeifuhr. Pech hatte das Gastgeberteam von Soli Reuth, die bis vor der letzten Übung auf Finalkurs waren. Ein Absteiger bei der letzten Übung sowie die damit verbundenen 100%-Abwertung ergaben rd. 7 Punkte Abzug, was die Finalteilnahme kostete. Und im Finale konnten die Mannschaften bis auf Flonheim (131,59) eine höhere Punktzahl rausfahren. Mörfelden legte dabei mit einer sehr schönen Haltung eine Punktzahl von 138,77 vor, das jedoch Aach als letzter Starter mit 141,26 toppte.

Im 6er Einrad hofften 12 Mannschaften auf einen der 8 DM-Startplätze. Hier setzten sich in der Vorrunde wie erwartet die im Vorfeld favorisierten Teams durch. Antrup-Wechte (135,34) gewann hauchdünn vor Mörfelden (134,26) die Vorrunde. Platz 3 belegte Aach (131,31). Auch in dieser Disziplin klebte das Pech an den Pedalen der Gastgeber. Die Deutschen Meisterinnen von Soli Reuth lagen auf Finalkurs bis ein Patzer 12 Punkte Abzug verursachte. Somit wurde die erhoffte Finalteilnahme verpasst. Aufgrund der Wild-Card für Gastgebende Vereine, konnte die sechs Reutherinnen ihre Kür auch im Finale zeigen. Und im Finale konnten sie ihr Können auf die Fläche bringen und fuhren starke 131,98 Punkte raus. Das Ergebnis zählte jedoch nicht für die Platzierung um den Bundes-Pokal. Diesen gewann Aach, das beflügelt vom Sieg im 4er Einrad sich gegenüber der Vorrunde steigerten und 136,2 Punkte rausfuhr und somit die Vorlagen von Antrup-Wechte (127,36) und Mörfelden (120,81) deutlich übertrafen.

In der WM-Qualifikation im 4er Kunstrad mussten sich die Mannschaften in Runde 1 erst wieder an den Wettkampfmodus rantasten. Für die 7 Mannschaften ging es auch darum, möglichst unter die besten 5 zu kommen, denn diese bestreiten auch die weiteren WM-Qualifikationen. Mitfavorit Wiednitz und das gemischte Team aus Steinhöring verpassten dies. Es waren auch bei den anderen Mannschaften Patzer und nicht synchrone Ausführen zu sehen. So patzten auch das als Nr. 1 gehandelten Ebersheimer Quartett und musste mit 206,86 zufrieden sein. Dahinter platzierte sich Aach 204,63 während Steinhöring 193,01 rausfuhr. Flonheim (187,89) und überraschend die SG Ebersheim/Ludwigshafen (166,89) folgten auf den Plätzen. In Runde 2 zeigte dann Mainz-Ebersheim sein wahres „Gesicht“. Mit einer souveränen Durchfahrt und vielen taktischen Erweiterungen standen am Ende 222,72 an der Anzeige, nachdem zuvor Steinhöring 211,94 und Aach 209,37 vorgelegt hatten. Die 5 erstplatzierten Mannschaften werden die weiteren WM-Qualifikation am 17.09.2022 beim Deutschland-Cup in Osterholz-Scharmbeck/Niedersachsen am 24.09.2022 beim German-Masters-Finale in Sulzbach am Main und bei der Deutschen Meisterschaft am 08/09. Oktober 2022 in Mainz bestreiten.

 

Ergebnisse:

https://mailhost.hallenradsport-daum.de/Ergebnisse/Ergebnisse_Kunstrad/0000000990.pdf

Bild mit freundlicher Genehmigung von Wilfried Schwarz | das Randsport-Magazin
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