BaWü-Vorschau – Kunstrad unter Corona Bedingungen

Baden-Württembergischen Meisterschaft im Kunst- und Einradsport am Sonntag, den 26.07.2020 in Ravensburg – Die Vorschau

Neuer Veranstaltungs-Ort!!! Weststadthalle, Höllwaldstr. 14, 88213 Ravensburg

Kunstradsport (WS) Die Lockerungen zum 01.07.2020 in der Corona-Pandemie, machen es möglich, dass die Räder der Kunst- und Einradsportler in Baden-Württemberg wieder Rollen. Gerade rechtzeitig, um die Baden-Württembergischen Meister 2020 zu ermitteln. Die Weststatthalle (Höllwaldstr. 14) ist Schauplatz dieser hochkarätigen Hallenradsportveranstaltung, die der RV Ravensburg kurzfristig übernommen hat. „Die BaWü findet in diesem Jahr ohne Zuschauer und unter strengsten Corona-Bedingungen statt“, so der Vorsitzende des Fachausschuss Halle in BaWü Dieter Maute (Tailfingen). „Alle Teilnehmer müssen sich an das vorgegebene Konzept für Organisations- und Verhaltensregeln bei der Durchführung von Wettkämpfen zum Schutz der Ausbreitung des Corona-Virus halten. Auch hat jeder Teilnehmer eine Teilnehmerdokumentation mitzubringen.“ 39 Starts mit rd. 65 Sportlern in 8 Disziplinen kämpfen um die BaWü-Titel und um die Qualifiaktionspunktzahlen für die im September/Oktober anstehende 3-teilige German-Master-Serie sowie das DM-Halbfinale, den internationalen Deutschland-CUP. Inwieweit diese Wettbewerbe im Hebst zu Austragung kommen, darüber hat der Bund Deutscher Radfahrer noch nicht entschieden. „Dazu muss die weitere Entwicklung in der Corona-Pandemie abgewartet werden“, so Maute. Am Start sind Weltmeister, mehrere Vize-Weltmeister und Europameister. Die 3-fachen Weltmeister im 2er Kunstrad Serafin Schefold/Max Hanselmann (Öhringen) sind sicherlich die Aushängeschilder. Doch auch mit den Vize-Weltmeistern Carolin Wurth/Sophie Nattmann (Gutach) und den Europameistern Patrick Tisch/Nina Stapf (Magstadt/Denkendorf) sind weitere Hochkaräter am Start, ganz zu schweigen von den Nationalkadermitgliedern im 1er Kunstrad der Frauen bzw. Männer.

Im 2er Kunstrad der Frauen sind drei Duos am Start. Ein heißer Kampf um den BaWü-Titel ist hier wie in den Vorjahren zwischen Wurth/Nattmann (Gutach) und Selina Marquardt / Helen Vordermeier (Oberjesingen/Stuttgart) zu erwarten. Die beiden Schwarzwälderinnen sind mit eingereichten 157,1 favorisiert. Die Herausforderinnen aus Württemberg haben 145,1 auf dem Papier stehen und absolvieren ihren ersten Wettkampf in 2020. Für Spannung ist gesorgt. Das neue Duo Niedermayer/Hasmüller (Denkendorf) wird in den Titelkampf nicht einreichen können, dazu ist die Schwierigkeit zu gering.

Bei den 2er Männern treffen die amtierenden Weltmeister Schefold/Hanselmann auf die Herausforderer Tisch/Stapf. Das Magstädter/Denkendorfer Duo ist den beiden Öhringer in den letzten Jahren immer nähergekommen. Nicht ganz 8 Punkte an Schwierigkeit trennen die beiden. Bei einem Patzer des mit der Höchsten Schwierigkeit gespickten Programms der Weltmeister ist dieser Vorsprung unter Umständen schnell weg. Dritte im Bunde auf einen Podestplatz sind Michael und Matthias Quecke (Bad Schussenried), die in 2019 nicht ganz ihre Erwartungen erfüllen konnten. Sie hoffen gestärkt aus dem Corona-Lock-down angreifen zu können. Drei weitere Paare werden wohl um die Plätze dahinter kämpfen.

Gleich 12 junge Damen gehen im 1er Kunstrad der Frauen an den Start. Nachdem Vize-Weltmeisterin und Titelverteidigerin Viola Brand (Unterweissach) ihren Rückzug vom Kunstradsport bekannt gab, werden in dieser Disziplin neu gemischt. Aussichtsreichste Anwärterin auf den Titel ist Mattea Eckstein (Stuttgart). Mit 193,7 Punkten hat sie ihr Programm gegenüber der letzten Saison leicht erhöht. Sie hat nunmehr den Lenkerhandstand aus der Vorhebehalte in der 8 sowie den Sattellenkerhandsand im Programm. Dahinter lauern Lara Füller (Poppenweiler) mit 188,9 sowie Lena Günter (Nufringen), die 185,9 aufstellt auf Fehler der Stuttgarterin. Außenseiter Chancen hat Alisa Lais (Wallbach/180,2). Sollte ihr wieder einer ihrer gewohnt sicheren Programmdurchfahrten gelingen, kann sie mit einer hohen Punktevorlage die drei Medaillenanwärterinnen gehörig unter Druck setzten. Carina Steinhilber (Tailfingen) sowie Anne Lais (Wallbach) sowie der Rest werden um die Plätze dahinter kämpfen. „Die Sportlerinnen trainieren intensiv“, so die Nufringer Trainerin Carola Eipper, die neben ihren beiden Nufringer Sportlerinnen derzeit aufgrund ihrer Ausbildung bei Daimler auch Mattea Eckstein im Training betreut. „für die hoffentlich stattfindende Herbstsaison.“

Im 1er der Männer sind 8 Athleten gemeldet. Ob Titelverteidiger Max Maute (Tailfingen/206,0) starten wird, wird er erst kurzfristig entscheiden, „denn nach der überstandenen Bänderverletzung bin ich noch nicht zu 100 % fit,“ so Maute. Ist das evtl. die Chance für Sebastian Zähringer (Unteribental/191,9), der bei den Deutschen Meisterschaften 2019 ins Final-Four fahren konnte.? Oder gelingt dem Newcomer Simon Köcher (Öschelbronn/187,4) nach dem Aufstieg aus dem Juniorenbereich gleich der große Coup? Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch das Unterweissacher Duo um Oldie Manuel Brand (186) sowie Nick Lange (181,3) der nach der verletzungsreichen Saison 2019 wieder angreifen will. Dazwischen reiht sich Torben Staudenmaier (Herbrechtingen/184,5) ein. Für Spannung ist in dieser Disziplin gesorgt.

In den Mannschaftdisziplinen wird um 4 BaWü-Titel gefahren. Während im 6er Einrad mit der Mannschaft vom RMSV Aach nur ein Sextett gemeldet ist, sind es im 4er Kunstrad 4 Quartetts. Mit 230 Punkten hat der RMSV Aach die höchste Schwierigkeit eingereicht, gefolgt vom RKV Denkendorf (223,3) und dem RV Ebnat (203,7). Die Frage wird sein: Welche Mannschaft konnten in den knapp 4 Wochen seit der Corona-Lockerung am besten die Form finden und damit die Schwierigkeit im Wettkampf umsetzten? Im 6er Kunstrad hat Ebnat 208,3 Punkte und der RMSV Aach 202,7 eingereicht. Eine spannende Konstellation um den BaWü-Titel. Letzte Mannschaftsdisziplin ist das 4er Einrad der Frauen. Gastgeber RV Ravensburg, RC Oberesslingen und der RMSV Aach wollen sich die Krone aufsetzten. Alle drei Teams liegen Punktemäßig dicht beisammen, wobei Aach und Oberesslingen wohl um Gold und Silber fahren werden.

Startliste: http://www.hallenrad.de/tk/files/2020/Starterliste175.pdf

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